Dafür sorgt der Gesetzentwurf „zur Förderung der Elektromobilität und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes“, der am 17. September vom Bundestag verabschiedet wurde. So werde das angestaubte Wohnungseigentumsgesetz fit für die Zukunft gemacht, heißt es aus der CDU/CSU Fraktion. Denn bislang sind Mieter und Wohnungseigentümer bei baulichen Veränderungen, wie dem Bau einer Ladesäule bzw. Wallbox, auf die Zustimmung aller Eigentümer angewiesen. Zudem ist der Vermieter berechtigt, den Bau einer Ladesäule für Mieter zu verweigern.

Doch das soll sich in Zukunft ändern. Denn sobald das Gesetz in Kraft tritt, genügt bereits eine Zweidrittelmehrheit der Eigentümergemeinschaft. So wird es Wohnungseigentümern zukünftig möglich sein, einen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf den Einbau einer Ladesäule für ein Elektrofahrzeug durchzusetzen. Einzige Bedingung: Sie müssen die Kosten selbst tragen. Das gleiche gilt für Mieter, die gegen den jeweiligen Vermieter diesen Anspruch durchsetzen wollen. Entschieden wird dies voraussichtlich noch im November diesen Jahres. Vielleicht gibt es dann auch schon bald hier in Brandenburg mehrere Wohneinheiten mit eigenen Ladesäulen.

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